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 KIRCHENCHOR
RAIN
 

19./20. August 2017: Chorausflug ins Heidiland

Der Kirchenchor Rain auf der Reise im "Heidi-Land"

19. und 20. August 2017

Wie könnte es anders sein als wenn der Kirchenchor Rain auf Reisen geht, verbannt Petrus alle Schlechtwetterwolken ins Niemandsland. So auch heuer. Fast vollzählig und mit einigen Partnerinnen und Partner der Chormitglieder lässt sich die aufgestellte Schar von „Roland Zemp-Reisen“, durchs Schweizerland chauffieren mit dem ersten Ziel Bad Ragaz, Bad Pfäfers und Taminaschlucht. Eine kurze Kaffeepause bei der Raststätte „Wallenseeblick“ unterbricht die angenehme Fahrt. Beim Bahnhof Bad Ragaz steht bereits der Schluchtenbus parat, der durch das enge Taminatal sich schlängelt zum imposanten alten Bad Pfäfers.

Eine interessante Führung durch die alten Gemäuer bringt brisante Tatsachen zu Tage. Die Badanlage ist das älteste noch erhaltene Thermalbad der Schweiz. Die Quelle selber wurde im Jahr 1240 entdeckt. Erst im 16. Jahrh. brachte der Arzt Paracelsus das Quellwasser zu Weltruhm. Es wurden dann Gasthäuser, Trinklauben und gar eine Kirche in die enge Schlucht gebaut. Die Gäste kamen in rauen Scharen aus der Schweiz und auch aus dem Ausland. Wie die Baderei in der Praxis aussah kann sich heute wohl niemand richtig vorstellen. Nach der interessanten Besichtigung treppauf- und ab folgt nun ein Spaziergang durch den noch schmäleren Teil der Schlucht bis zur Quelle. Das Wasser sprudelt handwarm und mit voller Energie aus dem Boden. Nutzniesser dieses Wasser sind heute die Kurhäuser von Valens und Bad Ragaz.

Im sehr gut erhaltenen Speisesaal ist inzwischen für die etwas müde gewordene Schar der Tisch gedeckt worden. Es wird ein sehr schmackhaftes Menu serviert und gibt Gelegenheit über das Erlebte zu diskutieren. Die Sportlichen unter den Chörlern und den Gästen nehmen den 1 ½ stündigen Marsch nach Bad Ragaz unter die Füsse und der Rest lässt sich bequem wieder mit dem Schluchtenbus chauffieren.

Im nahen Pfarreiheim, das zur kath. Kirche in Bad Ragaz gehört, werden nun im Eiltempo die Stimmbänder der Sängerschar auf Vordermann getrimmt, denn um 17.00h darf der Chor sich im Gottesdienst gesanglich vorstellen. Die vier vorbereiten Lieder gelingen zur vollen Zufriedenheit der Chorleiterin Pia und auch Fritz, der Organist hat sich mit der Orgel bestens angefreundet. Der ehemalige Chorleiter Harri Bläsi, jetzt wohnhaft in Schiers, überrascht die Chörler mit seinem Besuch, vor allem jene Sängerinnen und Sänger die noch unter seinem Taktstock seine sieben jährige Tätigkeit in Rain hautnah haben erleben dürfen, freuen sich ganz besonders.

Nach der kurzen Fahrt nach Maienfeld zum Heidi Hotel mit Zimmerbezug und Frischmachen geht’s auf zum gemütlichen Abendessen, das gespickt ist mit Plaudern, Lachen und ungezwungenem Gedankenaustausch. Dass Harri Bläsi den Abend mit seinem ehemaligen Chor verbringt beweist, dass er seinen Rainer-Chor noch immer in guter Erinnerung behalten hat.

In der Nacht hat Petrus die Schleusen geöffnet und lässt frühmorgens die wunderbare Landschaft fein herausgeputzt im Sonnenlicht erstrahlen. Ein ungeplanter Zwischenakt führt nach Pfäfers in die prachtvolle Klosterkirche. Per Zufall ist der Kirchenpräsident und Kurator anwesend und offeriert eine Führung durch die prachtvolle, spätbarocke Kirche. In sympathischer Weise streift 1100 Jahre Geschichte und verliert auch noch ein paar Worte zum Auf- und Untergang des Klosters Pfäfers. Der auch anwesende Sakristan zeigt voller Stolz den Kirchenschatz und führt die Schar hoch hinauf auf die obere Empore zur alten, interessanten Orgel, darauf Petra ganz kurz in die Tasten greift. Zum Abschluss singt der Chor zwei Lieder aus der Toggenburgermesse und lässt sich überraschen von der hervorragenden Akustik dieses grandiosen Gebäudes.

Das zweite anvisierte Ziel der Chor-Reise ist das Heidi-Dörfli. Alle Navigationskunst braucht der Chauffeur Andreas um auf der sehr schmalen Strasse die Spur nicht zu verlieren. Im Heidi-Dörfli wird die schöne Geschichte von Johanna Spyri über Heidi, Peter und dem gutem Öehi wieder allgegenwärtig.

Der Kirchenchor Rain hat nicht nur gute Sängerinnen und Sänger sondern sie sind auch überaus sportlich veranlagt. Wieder wartet ein 1 ½ Stundenmarsch auf die Fitten um beim Weingut Peter Hermann in Fläsch Einkehr zu halten. Drei süffige, feinmundige Weine werden zur Degustation gereicht dazu ein Holzteller üppig belegt mit Käse und Bündner Salsiz. Drei Lieder zum Abschluss und dann heisst es Adieu schöne „Bündner Herrschaft“. Nach 1 ½ Stunden winkt uns der imposante Rainer Kirchturm und sagt „seid herzlich willkommen zu Hause“.

Eine wunderschöne und äusserst interessante Chorreise ist Geschichte. Sie wird wohl längere Zeit und sicher immer wieder in den Köpfen präsent sein. Den Verantwortlichen, allen voran der Präsidentin Priska Furger gebührt ein herzliches „danke schön“.

Margrith Schmid

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